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Haushalt

Augen auf beim Klimaanlagenkauf

Gut geplante Häuser kommen auch ohne Klimaanlage durch den Sommer. Wenn eine Klimaanlage dennoch notwendig ist, zahlt sich ein Blick auf das Energielabel aus, um die Stromkosten langfristig niedrig zu halten.

Klimaanlage Fernbedienung
© Kwangmoo - Fotolia.com

Klimaanlagen verbrauchen sehr viel Strom. Das belastet die Umwelt und auch das Haushaltsbudget. Ein durchschnittliches Klimagerät verursacht im Monat so viel Stromkosten wie eine Kühl-Gefrierkombination im ganzen Jahr, nämlich bis zu 40 Euro. Daher sollte man bauliche Maßnahmen oder eine ausreichende Verschattung als Mittel gegen die Hitze gegenüber der Klimaanlage bevorzugen.

Kompakt- oder Split-Gerät

Mobile Kompaktgeräte sind flexibel und preisgünstig. Sie haben einen schlechteren Wirkungsgrad und sind somit nur für die gelegentliche Nutzung geeignet. Effiziente Split-Systeme werden fix installiert. Ein Teil des Gerätes wird im Freien montiert, weshalb im Vorfeld abzuklären ist, ob die Anbringung an der Außenwand erlaubt ist. Sollen mehrere Räume gekühlt werden, bieten sich Multi-Split-Systeme an, bei denen ein Außengerät mehrere Innengeräte versorgt.

Auf das Energielabel achten

Das EU Energielabel hilft bei der Auswahl betreffend Energieverbrauch und Geräuschentwicklung. Die effizientesten Split-Systeme erreichen A+++, mobile Kompaktgeräte erzielen A+ und A++. Split-Geräte sind durchwegs leiser als mobile Geräte. Ein Schallleistungspegel von 20 bis 40 dB (A) ist bereits hörbar. Manche Menschen kann das im Schlaf stören. 

Bauteilaktivierung als Alternative

Bei der Planung von neuen Gebäuden kann neben der optimalen Ausrichtung der Fenster und Verschattungseinrichtungen auch eine Kühlung der massiven Bauteile überlegt werden: Massive, meist aus Beton gegossene Wände, Decken oder Fundamentplatten können aufgrund Ihrer Speicherfähigkeit dafür verwendet werden. In den Beton, der eine sehr hohe spezifische Speicherkapazität aufweist, wurden zuvor wasserführende Rohrleitungen, meist aus Kunststoff, eingelegt. Durch diese wird dann im Winter warmes und im Sommer kühles Wasser geleitet (oft in Form einer Deckenheizung), das den Beton entsprechend temperiert und im Sommer der Raumluft die Wärme entzieht. Eine gute Planung ist besonders wichtig, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Klimawandel und Erneuerbare Energie

Ein mehr an Energieverbrauch zieht oft ein mehr an CO2 Ausstoß nach sich. Daher ist bei der Nutzung von Klimaanlagen die Verwendung erneuerbarer Energie ein Gebot der Stunde. Wer die Möglichkeit hat Photovoltaik zu nutzen, ist gut beraten, denn an langen Sonnentagen liefert die Photovoltaikanlage hohen Ertrag.

Die Energieberatung Niederösterreich empfiehlt: Wenn eine Klimaanlage unverzichtbar ist, sollte Photovoltaik eingesetzt oder ein Wechsel zu Ökostrom-Lieferanten überlegt werden. Bei den meisten Klimaanlagen muss weiterhin auf die Fensterlüftung geachtet werden. Im Umluft-Verfahren wird nur die vorhanden Raumluft gekühlt, neue Luft wird nicht eingebracht. 

Weiterführende Links

eNu: Kühles Heim, Glück allein - Bauliche Maßnahmen und Verschattung gegen die Hitze

topprodukte.at: Bewertung effizienter Klimaanlagen

e-control: Lieferanten von Ökostrom

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Stromsparberatung der Energieberatung Niederösterreich

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Letzte Aktualisierung: 24.03.2017