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Elektromobilität

Elektrische Antriebe - Übersicht

Elektromobilität bedeutet nicht allein ein Auto mit großer Batterie und Elektromotor. Es existieren viele Varianten - hier eine Übersicht:

Reine Elektrofahrzeuge - (BEV - Battery Electric Vehicle)

Der Antrieb erfolgt ausschließlich über einen Elektromotor. Dieser bezieht die elektrische Energie aus einem Akkumulator im Auto. Eine sogenannte Rekuperationsbremse wandelt Bremsenergie in elektrische Energie um und lädt den Speicher. Reichweiten variieren je nach Akkukapazität.

Die Lade-Infrastruktur wird schnell ausgebaut. Seit März 2016 erreicht jedes schnellladefähige E-Mobil in Niederösterreich im Umkreis von 30 Kilometer eine Ladesäule mit 20 Kilowatt Leistung und 1 Stunde Ladezeit bzw. im Umkreis von 60 Kilometer eine Ladesäule mit 50 Kilowatt Leistung und 30 Minuten Ladezeit. Der Ausbau geht voran!

Elektrofahrzeug mit Range Extender (REEV – Range-extended electric vehicle)

Ein REEV verfügt zusätzlich zum Elektromotor über einen Verbrennungsmotor der über einen Generator elektrische Energie erzeugt. Dadurch kann die Gesamtreichweite erheblich gesteigert werden. Wenn die Batterie des e-Mobils aufgebraucht ist, wird über den Verbrennungsmotor Strom für den Antrieb erzeugt.

Vorteilhaft erscheint hier, dass der Verbrennungsmotor zur Stromerzeugung in einem optimierten Bereich betrieben wird.

Hybrid-Elektrofahrzeug (HEV – Hybrid electric vehicle)

Ein HEV verfügt über zwei Antriebssysteme - einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Diese beiden Systeme können alleine oder kombiniert auf den Antriebsstrang wirken. Ein Hybridfahrzeug bezieht seine Antriebsenergie aus dem Kraftstoff für den Verbrennungsmotor, bzw. in geringem Umfang aus der Bremsenergie - der Rekuperation.

Diese Kombination erhöht den Antriebs-Wirkungsgrad gegenüber dem herkömmlichen PKW um ca. 20 %. Rein elektrisch kann das Hybrid-Elektrofahrzeug nur bis 5 Kilometer gefahren werden. Das externe Aufladen des Akkus ist nicht vorgesehen. 

Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug (PHEV – Plug-in hybrid electric vehicle)

Das PHEV unterscheidet sich vom HEV durch höhere Akkukapazitäten und die zusätzliche Möglichkeit, den Akkumulator extern über das Stromnetz aufzuladen. Rein-elektrisch werden diese Fahrzeuge zwischen 30 und 80 Kilometer bewegt. FahrzeuglenkerInnen, die regelmäßig nach kurzen Strecken den Akku aufladen, nutzen den ökologischen Vorteil optimal. 

Wird wenig elektrisch gefahren oder sind die "Plug-In"-Modelle sehr groß und schwer, droht hoher Verbrauch, Schadstoff- und Kohlendioxidausstoß. Und das trotz ausgewiesener niederer Kraftstoffverbräuche im NEFZ (Neuen Europäischen Fahrzyklus)!   

Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV – Fuel cell electric vehicle)

Das FCEV bezieht elektrische Energie aus dem Brennstoff Wasserstoff mittels Brennstoffzelle. Dadurch entsteht in der Brennstoffzelle direkt an Bord elektrischer Strom. Ökologisches Abfallprodukt ist dabei Wasserdampf. Der Akku speichert die so erzeugte Energie, ebenso die von der Rekuperation (Bremsenergie) anfallende Energie und entlastet die Brennstoffzelle von Lastwechseln. Reichweite beträgt rund 500 Kilometer.

Seit einigen Jahren gibt es erste serienmäßige FCEV, die Tankstelleninfrastruktur in Österreich ist im Aufbau begriffen. 

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