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Heizsaison 2017: Heizen mit Öl und Gas wird wieder teurer

Presseaussendung, 23. Oktober 2017

LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf und Bundesinnungsmeister Peter Engelbrechtsmüller
© NLK Reinberger

Heizsaison 2017: Heizen mit Öl und Gas wird wieder teurer

Die Energieexpertinnen und Experten der Energie- und Umweltagentur NÖ haben die zu erwartenden Energiekosten für die kommende Heizsaison unter die Lupe genommen. Die Energiepreise von Öl und Gas sind wieder gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr wird man diese Saison mit einer Gasheizung in unserem Beispielhaus um  280 Euro mehr zahlen.

Für den Energiepreisvergleich wurden die Energiekosten eines 25 Jahre alten durchschnittlichen Einfamilienhauses berechnet. Die Energiekosten der betrachteten erneuerbaren Heizsysteme wie Erdwärmepumpe, Pelletheizungen und Scheitholzheizungen sind wesentlich geringer als die der fossilen Heizsysteme. Verglichen mit einer Öl- bzw. Gasheizung wird man diese Saison mit einer Holzheizung um die 500 Euro weniger, mit einer Erdwärmepumpe sogar nur die Hälfte zahlen.Infografik

Heizöl und Erdgas mit Abstand am teuersten

Die Grafik zeigt die Heizkosten der vergangenen 17 Jahre. Wer seine Heizung mit Scheitholz betreibt, oder eine Erd-Wärmepumpe besitzt, heizt am günstigsten. „Fossile Energieträger haben beim direkten Brennstoffkostenvergleich keine Chance. Dieser Trend bestätigt einmal mehr unser Bemühen und unsere Arbeit für die Energiewende“, so LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf.

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Energieeffizienz lohnt sich

Wie sich die Energiepreise in Zukunft entwickeln, lässt sich nicht vorhersagen. Vor hohen Preisen kann man sich jedenfalls durch eine gut gedämmte Gebäudehülle schützen. „Gerade in unsanierten Altbauten besteht sehr hohes Einsparpotenzial, eine Einsparung von 50 Prozent der Heizkosten ist keine Seltenheit. Auch der Wohnkomfort steigt durch die Dämmmaßnahmen stark an“, weiß Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

HeizungsCheck analysiert Heizkessel

Ein neuer und effizienter Heizkessel kann sich auszahlen, in den letzten Jahren hat sich bei der Heizkesseltechnik viel getan. Wenn der Kessel 15 Jahre oder älter ist, sollte über einen Tausch nachgedacht werden. Bis zu 20 Prozent Einsparung sind so möglich. Der HeizungsCheck der Energieberatung NÖ verrät, ob der Heizkessel getauscht werden soll und wo man noch wertvolle Energie einsparen kann.

Förderaktion für Holzheizungen läuft noch

Der Klima- und Energiefonds des Bundes unterstützt den Einsatz von klimaschonenden und umweltfreundlichen Heizungsanlagen und fördert die Errichtung von Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräten sowie Pelletkaminöfen in privaten Haushalten. Für eine Förderung eingereicht werden kann noch bis 30. November 2017 nach einer einmaligen Registrierung auf www.holzheizungen.klimafonds.gv.at.

Berechnungsgrundlagen: 23.400 kWh pro Jahr Heizwärmebedarf, ca. 5 Jahre alter Heizkessel (Wärmepumpe) in Kombination mit vorlaufoptimierter Radiatorheizung, optimale Heizungsregelung und gut gedämmte kurze Heizungsrohre (15 cm Pufferwärmedämmung), Jahresnutzungsgrade bei Holzvergaserkessel mit Puffer: 80 %; Pelletkessel: 83 %; Ölbrennwertkessel: 90 %; Erdgasbrennwerttherme 95 %; Jahresarbeitszahl Erdwärmepumpe: 3,5; Brennstoffpreise abgerufen am 19. Oktober 2017 von folgenden Quellen: ProPellets www.propellets.at, Österreichischer Biomasseverband www.biomasseverband.at, IWO www.iwo-austria.at, EVN www.evn.at  , e-Control www.e-control.at (Anmerkung: Gaspreis bis 2011 wurde von www.prollets übernommen, ab 2011 EVN Optima Garant)

Weitere Informationen zum NÖ Energieeffizienzgesetz erhalten Sie am Gemeinde-Telefon der Energie- und Umweltagentur NÖ unter der Nummer 02742 22 14 44, auf www.umweltgemeinde.at  und beim Servicetelefon der Energie- und Umweltagentur: 02742 219 19 bzw. auf www.enu.at

Für Rückfragen
Michael Strasser
Pressesprecher
Energie- und Umweltagentur NÖ
Tel. 02742 219 19-333
michael.strasser@enu.at , www.enu.at

Foto 1: Foto (v.l.n.r.): LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf und Bundesinnungsmeister Peter Engelbrechtsmüller
Bildnachweis: NLK Reinberger

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