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Sanieren

Sanieren & Renovieren

Häuser und Wohnungen benötigen in Intervallen eine Sanierung. Dach, Fassade, Fenster oder Heizung müssen regelmäßig Instand gehalten oder erneuert werden. Die Energieberatung NÖ liefert Ihnen dazu den Überblick. Als Belohnung winkt für viele Jahre gesteigerter Wohnkomfort.

Person malt mit Farbrolle an Wand den Umriss eines Hauses
© gpointstudio – Fotolia.com
  1. Bestandserhebung
  2. Vorteile, Nutzen
  3. Schrittweise Maßnahmen
  4. Oberste Geschoßdecke
  5. Vollwärmeschutz
  6. Fensterreparatur, –tausch
  7. Kellerdecke dämmen
  8. Heizung
  9. Schadstoffe
  10. Atemluft

1. Bestandserhebung

Wie sieht es mit Feuchtigkeit, Statik oder Schadstoffen aus? Dringt Wasser in Bauteile ein, droht Schaden an der Bausubstanz oder Schimmel? Nasse Mauern verlieren die wärmedämmende Funktion. Die Ursache gehört beseitigt! Die Statik steht für die Sicherheit des ganzen Gebäudes. Schadstoffbelastungen im Gebäude müssen entfernt werden (z.B. Asbest). Zentral für die energetische Sanierung ist die Zustands-Analyse von Haus oder Wohnung inklusive der Haustechnik.

2. Vorteile, Nutzen

Energetisch sanieren bringt weniger Heizkosten im Winter. Gegenüber einem unsanierten Gebäude besteht kaum Kühlbedarf im Sommer. Das Ergebnis ist ein unübertrefflicher Wohnkomfort! Luftzug neben kalten Außenmauern oder undichte Fenster sind dann Vergangenheit. Eine energetische Sanierung schützt die Bausubstanz und steigert den Verkaufswert im Fall des Falles. Dem Klimaschutz wird selbstverständlich Rechnung getragen. Zielwert energetischer Optimierungen soll immer besser als die geltende Bauordnung sein. Wird mittels Energieausweis eine Energiekennzahl unter 50 bescheinigt, ist beinahe Neubaustandard erreicht!

Mehr zum Thema - Leitfaden Sanierung

Broschüre Besser leben mit weniger Energie

3. Schrittweise Maßnahmen

Gerade wenn aus dem Bestandsobjekt nicht sofort das Nonplusultra wird, machen schrittweise Maßnahmen Sinn. Eine Reihung von Maßnahmen kann mit der Energieberatung abgeklärt werden. So ist die Dämmung der obersten Geschoßdecke gleichzeitig ein günstiger und wirksamer Schritt zur energetischen Sanierung. Fassadendämmung und Heizungstausch sind dagegen wirksam aber aufwändiger. Fenstertausch bzw. -reparatur werden oft an erster Stelle gewünscht, gehören praktischerweise zur Fassadensanierung. Bei größeren Umbauten sind Bausachverständige immer dienlich, genau wie die Energieberatung.

Link: Bestellen Sie die Energieberatung NÖ 

4. Oberste Geschoßdecke

Wird das Dachgeschoß nicht als Wohnraum genutzt, dann ist Dämmen besonders wichtig. Im Winter soll Wärme nicht entweichen, im Sommer soll drückende Hitze draußen bleiben. In Niedrigenergiehäusern sind 25-30 cm Dämmdicke angemessen, Passivhäuser haben um die 40 cm Dämmung. Wichtig ist das Vermeiden von Schwachstellen (im Bereich der Pfette, bei Rohrdurchführungen, bei Dachbodentreppen, bei Giebelwänden). Unterschiedliche Dämmstoffe kommen je nach Anforderung und Bausubstanz zum Einsatz. Energieberatung und Bausachverständige erörtern mit Ihnen Lösungen.

Broschüre: Dämmstoffe richtig eingesetzt

5. Vollwärmeschutz

Diese einfache bauliche Maßnahme bringt Vielfachnutzen. So kann über Jahre hinweg eine hohe Heizkosteneinsparung generiert werden, zudem wird das Haus vor Schimmel und Feuchtigkeit geschützt. Der sommerlichen Überwärmung ist ein Riegel vorgeschoben, wenn zur gleichen Zeit die Fenster sorgfältig verschattet werden. Der richtige Zeitpunkt für den Vollwärmeschutz ist im Zuge von ohnehin nötigen Instandhaltungsarbeiten. Die Amortisationsdauer ist je nach Ausgangslage mittelfristig und beträgt ca. 10 Jahre.

6. Fensterreparatur, –tausch

Neue Qualitätsfenster bieten beste Standards und erfordern einen sorgfältigen Einbau. Ein günstiger Uw-Wert liegt um 0,8 W/m2K. Der kleine U-Wert steht für geringste Wärmeverluste. Ebenso wichtig ist ein hoher g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) der Verglasung, um solare Gewinne (im Winter) zuzulassen. Für den Sommer muss eine außenliegende Verschattung Überwärmung verhindern. Das bringt einen Komfort-Gewinn.
Mitunter ist der Erhalt des Aussehens erwünscht. Hier ist die Reparatur zielführend. Voraussetzung ist ein guter Zustand von Fensterstock und –rahmen. 

Leitfaden Fenstersanierung, Bauxund GmbH, MA 22 Wien

7. Kellerdecke dämmen

Eine Dämmung der Kellerdecke ist sinnvoll und sorgt im Erdgeschoß für warme Füße. Die Wohnräume verlieren bis zu 10 Prozent der Heizenergie an den unbeheizten Keller. Da eine Dämmung an der Oberseite der Kellerdecke nur mit großem Aufwand oder gar nicht möglich ist, wird an der Unterseite der Kellerdecke gedämmt. Vorhandene Leitungen (Wasser, Strom) werden in die Dämmschicht integriert. Außerdem sollte die Kelleraußenwand (außen) gedämmt werden, im Idealfall bei unbeheiztem Keller bis etwa 60 Zentimeter unter Erdniveau. Diese Art der Dämmung nennt man Perimeterdämmung. Die Dämmung erhöht die Kellertemperatur und verringert Wärmeverluste.

Mehr zum Thema - VIDEO Kellerdecke dämmen

8. Heizung

Ein gut gewarteter Heizkessel hat eine Lebensdauer von ca. 20 Jahren. Die Heizungstechnologie liefert ständig Verbesserungen und Fortschritte. Ein Kesseltausch senkt nicht nur die Heizkosten, sondern verringert auch den Schadstoffausstoß und steigert die Gebrauchstauglichkeit. Die interaktive klimaaktiv-Heizungsmatrix gibt einen ausgezeichneten Überblick über Heizungen. Das Verbesserungspotential ist mit der Ausgangslage verbunden. Je schlechter diese war, umso größer ist die erzielbare Energieeinsparung.
Es gilt: vor dem Kesseltausch unbedingt dämmen. Durch eine Gebäudesanierung sinkt der Heizbedarf beträchtlich, der Kessel muss dem verringerten Bedarf angepasst sein. Die Energieberatung empfiehlt den Einsatz Erneuerbarer Energie. Das ist zukunftssicher, enkeltauglich und klimaschonend. Zusätzlich empfehlenswert ist die Installation einer thermischen Solaranlage für die Bereitstellung von Warmwasser im Sommer.

Mehr zum Thema - Leitfaden Heizung

9. Schadstoffe

Energieeffizienz und Ökologie stellen einen Beitrag zum Klimaschutz dar. Die Planung muss eine Menge Faktoren beachten:

  • Einsatz emissions- und schadstoffarmer Verlegewerkstoffe, Bodenbeläge, Beschichtungen
  • Einsatz von Baustoffen mit Gütezeichen 
  • Einsatz von Baustoffen mit geringem Herstellungs-Energieaufwand (grauer Energie)
  • Vermeidung von künstlichem Material bei Fenster, Türen, Folien, Bodenbeläge
  • Bevorzugung langlebiger und wartungsarmer Ausführungen
  • Verwendung nachwachsender Rohstoffe (Holz, Holzfaser, Schafwolle, Hanf, Flachs) 
  • Vermeidung von Tropenholz ohne Nachhaltigkeitszertifikat

Eine großer Anteil der Schadstoffe ist gasförmig. Regelmäßiges und richtiges Lüften verringert das Ausgesetztsein. Nachhaltig ist das Vermeiden, bzw. Entfernen von Schadstoffquellen.

Mehr zum Thema - Komfortlüftung

10. Atemluft

Mit einem persönlichen Bedarf von täglich 8.000 – 16.000 Liter zählt Luft zu den wichtigsten Lebensmitteln [Ein Liter Luft wiegt 1,29 Gramm].

feste Nahrung 1 kg täglich
flüssige Nahrung 3 kg täglich
Atemluft 15 kg täglich

Der moderne Mensch hält sich zu 90 % seiner Zeit in Innenräumen auf. Daher ist beste Raumluftqualität unabdingbar. Energieeinsparung und Lüften erscheint ein Widerspruch, beides muss dennoch funktionieren! In alter Zeit passierte Lüften oftmals ungewollt, durch undichte Stellen bei Fenster und Türen. Luftzufuhr gelingt nach einer normgerechten Sanierung der Fenster [ÖNORM B 5320] nur mehr über Lüftungsanlage oder Fensterlüftung. Durch Wände erfolgt kein Luftaustausch, das ist und bleibt ein Mythos! Wände können weder MIT noch OHNE Dämmung atmen!

Frischluft (händisch oder automatisiert gesteuert) dient

  • dem Erhalt der Gesundheit
  • der Zufuhr von Sauerstoff 
  • der Abfuhr von Feuchtigkeit
  • dem Entfernen von Schadstoffen

Kostenlose Beratung

erhalten Sie bei der Energieberatungshotline der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, Tel. +43 2742 22 144, Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr und Mittwoch bis 17 Uhr, office@energieberatung-noe.at