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Bauen

So schützen Sie sich vor Radon

In manchen Teilen Niederösterreichs ist man Radon ausgesetzt. Dort ist es eine ernstzunehmende Belastung, während andere Gebiete kaum oder gar nicht davon betroffen sind. Radon dringt über undichte Stellen vom Boden aus ins Gebäude.

Ein gezeichnetes Haus, an dem symbolisch blaue Pfeile abprallen
© Onidji - Fotolia.com

So kommt Radon ins Haus

Gebäude wirken in belasteten Gebieten wie Saugglocken (Kamineffekt), die durch Unterdruck Radon ins Haus saugen. Dadurch kommt es zu einer Anreicherung des Gases in der Atemluft. Nicht unterkellerte Wohnräume, Wohnbereiche in Hanglage oder Keller sind vorsorglich zu überprüfen. Mitunter ist es ratsam, einen vorhandenen Keller gar nicht als Wohn­raum zu nutzen. Die Radonkonzentration im Freien ist hingegen vernachlässigbar.

Hohe Radonkonzentrationen in Wohnungen lassen sich durch bauliche Maßnahmen vermeiden. Die Gebäudehülle muss gegen das Erdreich dicht ausgeführt sein, dann reduziert sich das Radonrisiko (ÖNORM  S 5280-2 "Radon - Technische Vorsorgemaßnahmen bei Gebäuden").

Informieren

Ob ihr Wohngebiet von Radon belastet ist, erfahren Sie auf der interaktiven österreichischen Radonpotentialkarte. Überprüfen Sie das Radonpotential Ihrer Heimatgemeinde.

Information zum Thema Radon finden Sie auf der Informationsseite des Bundesministeriums. 

Messen

Eine Messung gibt Gewissheit über eine etwaige Radonbelastung von Gebäuden. Die Messdetektoren werden per Post verschickt – die Durchführung der Messung ist einfach und kostengünstig, allerdings langwierig. Die Dauer der Messperiode ist 6 Monate, ein Teil davon soll während der Heizperiode erfolgen. 

Die Messgeräte strahlen nicht und sind ungiftig.

Die Messungen werden aktuell vom Ministerium gefördert. Eine Radonmessung kann direkt bei der Österreichischen Fachstelle für Radon angefordert werden.

Bei Bedarf - Handeln!

Wurden erhöhte Radonkonzentrationen festgestellt, kann Abhilfe geschaffen werden. Rasches Handeln ist für ihre Gesundheit und die Ihrer Familie notwendig.

Vorsorgen

Falls Sie einen Neubau oder Umbaumaßnahmen am bestehenden Gebäude planen, können einfache Radon-Schutzmaßnahmen mit eingeplant werden. Vorbeugender Radonschutz ist günstiger, wirksamer und einfacher als nachträgliche Radon-Sanierungsmaßnahmen. Erfahrene Bausachverständige helfen Ihnen bei der Umsetzung. Der Radonschutz in Gebäuden wird durch die Baugesetzgebung geregelt.

Kosten der Vorsorgemaßnahmen bei Neubauten betragen bei Einfamilienhäusern (laut AGES) maximal € 1.800,-

Links

Interaktive österreichische Radonpotentialkarte
AGES Radonfachstelle AGES - Agentur Gesundheit Ernährungssicherheit
Was ist Radon? - Bundesministerium
AGES Bestellservice für Radonmessung
Radon Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Gebäuden - Bundesministerium

Download

RADON Vorkommen–Wirkung-Schutz - Bundesministerium

Broschüre Radon Neubau und Generalsanierung - Bundesministerium

Kostenlose Beratung

erhalten Sie bei der Energieberatungshotline der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, T +43 2742 22 144, Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr und Mittwoch bis 17 Uhr, office@energieberatung-noe.at